Ratgeber: Steuererklärung für Studenten

Ratgeber: Steuererklärung für Studenten

Steuererklärungen, sei es für Arbeitnehmer oder Selbständige, sind ein mühsames Unterfangen und erfordern Zeitaufwand. Jedoch ist nicht jeder dazu verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben, wie auch die Studenten. Aber dennoch lohnt es sich, in einen oder anderen Fall, eine Steuererklärung freiwillig einzureichen. Grundsätzlich sollte jeder eine Erklärung abgeben, wenn eine Rückerstattung zu erwarten ist. Dies kann besonders auf einen Studenten zutreffen, der z. B. in den Semesterferien einem Vollzeitjob nachgeht und Werbungskosten geltend machen kann. Bleibt das Jahreseinkommen dann unter dem (z. Zt. 8.004 Euro) Grundfreibetrag, so werden ihm die einbehaltenen Lohnsteuern und der Solidaritätszuschlag in voller Höhe erstattet. 

Was muss ein Student beachten?

Es ist von Bedeutung, dass ein Student Verdienstgrenzen unter Berücksichtigung von Kindergeld und Bafög, und Arbeitszeitgrenzen, um zu gewährleisten, dass vor allem studiert und nicht gearbeitet wird, einhält. Das Angestelltenverhältnis eines Studenten gleicht sich im Grunde mit dem eines normalen Arbeitnehmers, bis auf die einzuhaltenden Grenzen. D. h., der Student zahlt die normalen Sozialabgaben wie Rente, Kranken- und Pflegeversicherung ohne Arbeitslosenversicherung. Je nach Familienstand ändern sich die Lohnsteuerklasse und der Grundfreibetrag. Entscheidend ist jedoch, dass ein Student in der Regel einen sehr viel geringeren Jahresverdienst sowie eine kürzere Beschäftigungszeit verzeichnet.

Ist ein Steuerberater für einen Studenten sinnvoll?

Eine andere Möglichkeit sich als Student zu finanzieren ist eine Existenzgründung, d. h. sich jetzt schon als Student selbständig zu machen. Wobei die übliche quartalsmäßige Vorauszahlung von Einkommen- und Umsatzsteuer wegfällt, wenn der Gewinn unter aktuell 7.500 Euro liegt. Jedoch in diesem Fall muss eine Steuererklärung abgegeben werden. Um ganz sicher alles auszuschöpfen, was erstattet werden kann, ist ein Steuerberater immer hilfreich. Zumal dies zu erschwinglichen Preisen im Internet unter www.steuerberaten.de möglich ist. Auf jeden Fall sollte ein Profi befragt werden, wenn es darum geht, Ausbildungs- und Studienkosten geltend zu machen, was bisher nicht so war, aber aufgrund eines Urteils des Bundesfinanzhofes in München zukünftig möglich ist.

Steuerberater erfüllen ihren Zweck natürlich immer. Entscheidend ist hier aber wieder das Geld. Wer sich einen Steuerberater leisten kann spart sich jede Menge zusätzlicher Arbeit und sogar ein wenig Geld. Wer es sich nicht leisten kann muss gelegentliche Mehrarbeit in Kauf nehmen um einen Überblick zu behalten.

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