Kostenlose Musterbriefe für den Widerspruch

Im Laufe des Lebens erhalten Verbraucher die unterschiedlichsten Rechnungen und schließen diverse Verträge ab. Aber immer wieder passiert es, dass Sie mit erhaltenen Rechnungen, Abbuchungen oder Versicherungsbeschlüssen nicht einverstanden sind und sich gegen ungerechtfertigte Forderungen wehren müssen. In einigen Fällen ist es notwendig, Widerspruch einzulegen. Hier erfahren Sie, welche Faktoren bei einem Widerspruch eine wichtige Rolle spielen und wie Sie ein solches Schreiben formulieren.

Formulierungen und Inhalt des Widerspruchs

Schreiben Sie in den Briefkopf den Namen des Adressaten, das Unternehmen samt Adresse und ihre vollständigen Kontaktdaten sowie das Datum. Allerdings sollten Sie nur die Angaben nennen, die dem Unternehmen von Ihnen bekannt sind. Schreiben kurz als Betreff den Grund des Schreiben, beispielsweise Widerspruch gegen die Nebenkostenabrechnung. Den Text beginnen Sie eine Zeile tiefer mit der Anrede „Sehr geehrte Frau/Herr XYZ“ oder mit „Sehr geehrte Damen und Herren“. Anschließend folgt der Satz „hiermit widerspreche ich ihrem Bescheid/ihrer Rechnung vom Tag.Monat.Jahr.“ Danach folgt eine kurze Begründung des Widerspruchs. Tipp, nehmen Sie hier Bezug auf das Beratungsgespräch, wenn eines stattgefunden hat. Beenden Sie das Schreiben mit „Mit freundlichen Grüßen, “ und unterschreiben Sie. Ein Widerspruchsschreiben verschicken Sie per Einschreiben mit Rückschein.

Falsche Abbuchung auf dem Konto

Regelmäßige Kontoauszüge des Girokontos zeigen Ihnen, ob alles in Ordnung ist. Zeigt der Auszug jedoch unberechtigte Abbuchungen, sollten Sie diese rückgängig machen. Dabei spielt der Abbuchungsvorgang sowie Tag eine wichtige Rolle. Handelt es sich um ein Ihnen unbekanntes Unternehmen, sollten Sie diesen Vorgang von Ihrer Bank zurückbuchen lassen. Wichtig, je nach Buchungsart gelten andere Fristen. Erst wenn die Abbuchung zum zweiten Mal erfolgt, sollten Sie die Bank des Begünstigten kontaktieren und Widerspruch einlegen. Tipp, bucht Ihr Telefonanbieter unberechtigt ab, kontaktieren Sie den Anbieter und lassen es zurückbuchen. Erhalten Sie für die Bezahlung beim Online-Einkauf eine falsche Rechnung, sollten Sie dieser schriftlich per Einschreiben widersprechen.

Beratungsstellen und Anwälte

Die Verbraucherzentrale Ihres Wohnortes berät Sie kostenlos bei falschen Bescheiden, Abofallen sowie Rechnungen und hilft Ihnen beim Widerspruch. Handelt es sich, um hohe Beträge sollten Sie sich von einem Anwalt beraten lassen. Bei ungerechtfertigten Rechnungen hilft der Musterwiderspruch des BMELV. Im Internet finden Sie für verschiedene Bereiche weitere Musterbriefe zum Download sowie praktische Ratschläge.

Bild: panthermedia.net Nikhil Gangavane