Kosten-Checkliste für den Hausbau

Beim Hausbau gehört die Kostenplanung zu den wichtigsten Voraussetzungen bei der Verwirklichung des Traums vom eigenen Heim. Sind die Eckdaten wie Grundstückspreise, Zinsen und Honrare von Architekt und Ingenieur bekannt, lassen sich die zu erwartenden Kosten auch überschlagen. Allerdings sind die Zahlen einer Bauherrensoftware nicht verbindlich und müssen gegengerechnet werden, um zu einer realistischen Schätzung der zu erwartenden Kosten zu kommen. In die Gesamtkostenberechnung fließen neben dem Grundstückspreis und den Planungskosten Baumaterial und die Leistungen der einzelnen Gewerke mit ein. So entstehen die Erstellungskosten.

Kostenpunkte

Je größer das Haus ist und je komplexer seine Konstruktion, desto eher steigen die Kosten. Einzelaspekte sind die Art der Gründung, die Zahl der Stockwerke, der Grundriss, die einzelnen Räume, Treppen, Fensterflächen, tragende Teile, Massivität, Fertigteile, Dachkonstruktion und viele weitere Aspekte der Planung. Kostensenkend kann sich eine Musterbauweise auswirken, ebenso die Beauftragung einer Firma für Fertighäuser und anderes mehr.

Für den laufenden Betrieb sind natürlich auch die Isolierung und die Heizung bestimmend. Außerdem sollten mögliche Fördermittel oder zinsgünstige Darlehen in die Baufinanzierung miteinbezogen werden. Diese können sowohl für die Schaffung von Mietwohnraum als auch für eine besonders umweltfreundliche Planung beantragt werden. Die Gesamtkosten entscheiden dann auch über die Art der Finanzierung, die Bewertung von Sicherheiten, die Steuerlast und über das Zinsniveau. Wer einen Teil der Wohnfläche vermieten will, kann ebenfalls sicher sein, dass sich das Haus leichter finanzieren lässt.

Musterhaus oder individuelle Planung

Eine sehr präzise Kostenbestimmung ist bei Musterhäusern möglich. Hier sind die Erstellungskosten bereits ein Teil der Planung, entsprechende Gewerke werden von bekannten Firmen zu festen Preisen ausgeführt und ein Finanzierungsmodell in Partnerschaft mit einer Bank gehört in der Regel zur Planung dazu. Schwieriger gestaltet sich die Baukostenberechnung bei einer Planung durch ein Architekturbüro. Konstruktion und Gewerke sind Sache der Planung und die Ausschreibungen erfolgen individuell. In diesem Fall sollte bei der Finanzierung eine mögliche Baukostenüberschreitung im Rahmen des gesetzlich zulässigen mit in die Planung aufgenommen werden.

Außerdem sollten Mittel für die Einrichtung des fertigen Hauses zur Verfügung stehen, besonders dann, wenn der Umzug von einer kleineren Wohnung in das Eigenheim erfolgt. Die Zinsen für kreditfinanzierte Häuser müssen in die Planung aufgenommen werden. Außerdem muss Klarheit über die Konditionen einer vorzeitigen Ablösung des Kredits sowie die Folgen einer möglichen Verlängerung oder zeitweisen Aussetzung bestehen.

Bild: panthermedia.net  Arne Trautmann